Unsanierte Wohnungen und Häuser
Warum unsanierte Immobilien schwerer verkäuflich sind
Unsanierte Immobilien – ein Verkaufshemmnis?
Unsanierte Wohnungen und Häuser lassen sich heute oft deutlich schwerer verkaufen. Viele Kaufinteressenten legen großen Wert auf ein energieeffizientes und modernes Zuhause – nicht nur aus ökologischen, sondern vor allem aus wirtschaftlichen Gründen.
Ein unsaniertes Gebäude wirkt häufig abschreckend, da es mit hohen Energiekosten, Sanierungsaufwand und erheblichen Investitionen verbunden ist.
Beispiel: Aufwand und Kosten einer energetischen Sanierung
Ein typisches Einfamilienhaus (Baujahr ca. 1975, Wohnfläche 140 m²) müsste für einen zeitgemäßen energetischen Standard folgende Maßnahmen durchlaufen:
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Dachdämmung: ca. 20.000–30.000 €*
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Fenstertausch (3-fach-Verglasung): ca. 12.000–18.000 €*
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Außenwanddämmung: ca. 30.000–40.000 €*
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Heizungstausch (z. B. Wärmepumpe inkl. Fußbodenheizung): ca. 25.000–35.000 €*
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Photovoltaik-Anlage (optional): ca. 12.000–18.000 €*
🔹 Gesamtkosten: schnell über 100.000 €*
Für viele Kaufinteressenten stellt das eine erhebliche finanzielle Hürde dar – besonders in Zeiten gestiegener Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheiten.
* Alle Angaben sind geschätzte Durchschnittswerte (Stand 2024) und können je nach Objekt, Region und Ausführung variieren.
Folge:
Preisverfall bei unsanierten Immobilien
Sinkende Nachfrage nach unsanierten Immobilien
Die Nachfrage nach sanierungsbedürftigen Objekten geht deutlich zurück. In vielen Regionen zeigt sich bereits ein spürbarer Preisabschlag:
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Unsanierte Immobilien erzielen häufig 20–30 % weniger als vergleichbare, sanierte Objekte – abhängig von Lage und Zustand.
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Käufer kalkulieren die Sanierungskosten vorab ein und setzen diese konsequent bei der Preisverhandlung an.
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In strukturschwächeren Regionen gestaltet sich die Vermarktung unsanierter Häuser besonders schwierig – dort sinkt nicht nur der Preis, sondern oft auch das Interesse spürbar.
Finanzierung: Banken bevorzugen sanierte Objekte
Finanzierung: Strengere Vorgaben für unsanierte Immobilien
Auch auf Seiten der Banken haben sich die Anforderungen verschärft:
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Finanzierungen unsanierter Gebäude werden strenger geprüft – insbesondere im Hinblick auf Energieeffizienz, CO₂-Bilanz und den vorliegenden Energieausweis.
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Energetisch sanierte Immobilien – insbesondere solche, die KfW-Förderkriterien erfüllen – erhalten teils bessere Kreditkonditionen.
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Käufer mit geringerem Eigenkapital haben es deutlich schwerer, eine Finanzierung für unsanierte Objekte zu erhalten.
Die Folge:
Der potenzielle Käuferkreis schrumpft, was die Vermarktung weiter erschwert.
fAZIT
Finanzierung: Strengere Vorgaben für unsanierte Immobilien
Auch Banken bewerten unsanierte Immobilien heute kritischer:
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Strengere Prüfung der Finanzierung: Vor allem energetische Kriterien wie CO₂-Bilanz und Energieausweis stehen im Fokus.
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Bessere Konditionen für sanierte Gebäude: Immobilien, die KfW-Förderstandards erfüllen, werden oft günstiger finanziert.
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Herausforderung bei geringerem Eigenkapital: Gerade Käufer mit wenig Eigenkapital haben es bei unsanierten Objekten schwer, eine Finanzierung zu erhalten.
Die Folge:
Der potenzielle Käuferkreis schrumpft – und die Vermarktung wird deutlich schwieriger.
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